Bibelgarten im Bibelhaus Viele biblische Geschichten beziehen sich auf die Vielfalt der Pflanzen in einem Garten. Der Schöpfungsbericht beschreibt das Paradies als Garten Gottes, als Lebens(t)raum vom Himmel auf Erden, Ort und Schutz der kostbaren menschlichen Würde. Die Propheten sprechen vom Garten als Stätte des Friedens und im Hohelied wird der Garten der Lust am Leben und der Liebe gepriesen. Das Johannesevangelium berichtet von der Begegnung Maria Magdalenas mit dem Auferstandenen am leeren Grab, den sie zuerst nicht erkennt und für den Gärtner hält. Christus wird als Gärtner gern mit einem Spaten im Blumengarten gezeigt, was symbolisch bedeutet, dass er der "Menschengärtner" ist, der die menschlichen Seelen wie die Pflanzen umsorgt.
Die Idee eines Bibelgartens ist schon an anderen Orten erfolgreich umgesetzt worden.
Im Rhein-Main-Gebiet existiert diese sinnliche Anschauungsmöglichkeit bisher nicht. Das Bibelhaus eignet sich sowohl von der methodischen Ausrichtung als auch von seinen räumlichen Möglichkeiten sehr gut dafür, Menschen diesen besonderen Zugang zu biblischen Geschichten über die Pflanzenwelt zu eröffnen.
Projektbeschreibung
Im Bibelhaus sollen rund 40 Pflanzen vorgestellt werden. Die Pflanzen werden gebündelt in verschiedene Themenbereiche, die sowohl den Nutzen als auch den biblischen Zusammenhang der jeweiligen Pflanze veranschaulichen sollen.
Der Bibelgarten wird auf zwei Flächen aufgebaut:
- Der erste schon fertiggestellte Teil des Bibelgartens wird auf der Dachterrasse
(1. OG) gezeigt mit direktem Zugang im Museum. Dort ist auf Hochbeeten der Lebensraum von biblischem Gemüse, Obst und Getreide, Kräuter-, Duft-, Räucher- und Heilstoffen zu sehen und zu riechen. Die Besucherinnen und Besucher können zwischen den Hochbeeten herumgehen. Finanziert wird die biblische Dachterrasse aus Spenden vieler Privatpersonen und der Union PanAgora Asset Management GmbH. Dafür danken wir herzlich.
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